• Projekte

Die Kombibahn

Datum

Das Projekt soll eine effiziente Verbindung zwischen den historischen Sektoren Verbier–Les Ruinettes und Savoleyres–La Tzoumaz schaffen, die bislang nur über die anspruchsvolle Strecke durch das Valon d’Arbi miteinander verknüpft sind. Dies bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Die Wintersportgäste können sich besser auf alle unsere Skigebiete verteilen, und sie können die Skier dabei anbehalten.

Télémixte
Von damals bis heute

Hommage an die Vergangenheit und Blick in die Zukunft

Die jetzige Seilbahn Verbier–Savoleyres wurde 1970 in Betrieb genommen und ist weltweit die letzte noch in Betrieb befindliche Gondelbahn des Herstellers Giovanola. Sie ist ausserdem die älteste noch betriebene Gondelbahn der Schweiz. Als eiserne Zeugin einer vergangenen Epoche ist sie fester Bestandteil des schweizerischen Tourismus- und Industrieerbes.

Die im Sommer 1950 in aller Eile entwickelte Konstruktion  hat die Jahrzehnte überdauert und ist ein Beweis für die Robustheit der Giovanola-Fabrikate und den darin steckenden Erfindungsreichtum.

Die neue Kombibahn tritt nun als moderne Erbin die Nachfolge an, konzipiert für die Generationen von heute und morgen. Mit einer Kombination aus Komfort, Leistung und Respekt für die Landschaft führt sie die Bergtradition von Verbier fort und führt das berühmte Gebiet in eine neue Ära.

Das Projekt im Detail

Technik

Technische Daten Kombibahn TSCD6-10
Bauherrin Téléverbier SA
Höhenunterschied 220.35 m
Anzahl der Fahrzeuge Insgesamt sind 59 Kabinen (Les Esserts–Les Planards / Les Planards–Savoleyres) und 30 Sessel auf dem Abschnitt Les Planards–Savoleyres in Betrieb
Fahrzeit Esserts - Planards: 6.48 Minuten
Planards - Savoleyres: 5.29 Minuten
Beförderungskapazität Esserts - Planards : 1675
Planards - Savoleyres : 2650
Leistung 248 W
Seildurchmesser 50 mm
Höhenlage der Antriebsstation 1722.72 m
Kombibahn

Standort

Die neue Kombibahn wird drei Stationen verbinden:

  • Talstation (Les Esserts): 1722 m
  • Mittelstation (Les Planards): 1943 m
  • Bergstation (Savoleyres): ebenfalls auf  2344 m

Die Streckenführung in zwei Abschnitten trägt der komplexen Geländebeschaffenheit Rechnung und bietet eine Lösung für die damit verbundenen Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen.
 

Kombibahn

Hybridanlage

Was diese Bahn auszeichnet, ist ihre Kombitechnik: Ein innovatives System vereint geschlossene 10er-Kabinen und kuppelbare 6er-Sessel auf einer Linie. Die Anlage wird sich über zwei Abschnitte erstrecken:

  • Abschnitt 1 (Les Esserts–Les Planards): Dieser Teil ist nur für Kabinen vorgesehen und führt über ein Lawinengebiet. Fussgänger, Familien und Skianfänger kommen so in den Genuss von Sicherheit, Komfort und Zugänglichkeit.
  • Abschnitt 2 (Les Planards–Les Savoleyres): Hier wird die Kombibahn ihrem Namen voll gerecht: Kabinen und Sessel folgen aufeinander und die Gäste haben so die Wahl. Die Routinierteren entscheiden sich mit angeschnallten Skiern für die Sessel, während andere die Wärme und die Ruhe in der Kabine geniessen.

Mit fast 60 Kabinen und 30 Sesseln in Betrieb bietet die Kombibahn eine dem Bedarf entsprechende Beförderungskapazität von bis zu 2650 Personen pro Stunde. Damit wird sie den Anforderungen zur Bewältigung der gegenwärtigen und künftigen Besucherströme im Gebiet gerecht.

Ein gut durchdachtes Projekt

Konzeption

Weichenstellungssystem von Doppelmayr/Garaventa
Das technische Herzstück der Kombibahn befindet sich in der Mittelstation Les Planards. Hier werden Kabinen und Sessel durch ein ausgeklügeltes Weichenstellungssystem mit einer Kombination aus Reifenförderern und Ketten sortiert. Diese Technik, die sich unter anderem in Lech in Österreich bewährt hat, ermöglicht eine flüssige Trennung der Fahrzeuge, um die beiden Abschnitte unabhängig und sicher zu bedienen. Das vom führenden Seilbahnbauer Doppelmayr/Garaventa entwickelte System ist ein perfektes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit in Bezug auf die topographischen und betrieblichen Herausforderungen von Verbier 4Vallées. Die robuste und leise Anlage sorgt für effiziente Umläufe und zugleich für ein ruhiges Fahrverhalten ohne Kompromisse bei Komfort und Leistung.

Flüssigerer Verlauf
Für die Streckenführung mussten 14 Varianten geprüft werden. Die Beschaffenheit des Geländes, Wohn- und Schutzgebiete sowie Naturgefahren stellten eine komplexe Herausforderung dar. Im endgültigen Entwurf befindet sich die Talstation unterhalb der Route du Golf in einem bewaldeten Gelände, wo eine neue, teilweise überdachte und durch einen Tunnel führende Piste das Carrefour mit der Talstation des Sektors Les Ruinettes verbindet.

Ebenso wird die Gestaltung des Rückwegs von Savoleyres nach Verbier auf Skiern geprüft, mit einer Überquerung der Route du Golf über die Piste Philippe Roux und unter Benutzung der Route du Carrefour.

Ganzjahresverbindung
Die Anlage wird nicht nur im Winter in Betrieb sein. Dank ihrer geschlossenen Kabinen, die zu Fuss oder mit einem Mountainbike zugänglich sind, wird sie Savoleyres auch im Sommer leichter erreichbar machen. Die Kabinen sind ebenerdig zugänglich und machen die Mitnahme von Mountainbikes angenehmer. Sie erleichtern ausserdem den Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Familien mit Kinderwagen.

Umfangreiche Massnahmen begrenzen die ökologischen Auswirkungen der Bauarbeiten und gewährleisten eine harmonische Einbettung in die Landschaft.

Kombibahn

Inbetriebnahme

Die Kombibahn geht in zwei Phasen in Betrieb: Im Dezember 2025 wird der Abschnitt Les Planards–Savoleyres eröffnet, die Freigabe der Gesamtstrecke Les Esserts–Savoleyres ist für Dezember 2026 geplant.

Fortschritt der Bauarbeiten

Mai 2025

Die Bauarbeiten gehen auf der gesamten Strecke zügig voran. An der Talstation in Les Esserts ist der Aushub weit fortgeschritten und die ersten Betonfundamente werden bereits gegossen. Für den künftigen Skifahrereingang sind zwei separate Zugänge vorgesehen. Die Schneise im Wald verrät bereits die Ausmasse des künftigen Gebäudes, das mehrere Ebenen umfassen wird.

Im ersten Abschnitt, der durch steiles Gelände führt, werden bereits mehrere Fundamente für Masten gegossen. Ihre Stabilität wird durch Tragwerke aus verstärktem Stahlbeton gewährleistet. Die Schneise für die Strecke bleibt noch zu schlagen.
 
Bei Les Planards nimmt die Mittelstation Gestalt an: Die Arbeiten am Fundament sind abgeschlossen und die Zufahrtsstrasse zu La Croix-de-Cœur wurde verlegt, um das Baustellengelände freizumachen. Hier wird auch das technische Herz der Kombibahn schlagen.
 
Auch im zweiten Abschnitt nehmen die Fundamente Form an, wobei aufgrund des stabileren Bodens hier mit weniger Schwierigkeiten gerechnet werden muss.
 
In Savoleyres schliesslich stehen umfangreiche Arbeiten an: Dort wird die Ankunftsplattform umgebaut. Der vorhandene Holzkasten wird durch eine neue Plattform ersetzt, die über der Piste schwebt. Zurzeit liegt dort allerdings noch der Schnee, der von einem späten Frühling zeugt.

September-Update

Errichtung der Masten

Im September konnte ein wichtiger Meilenstein auf der Baustelle erreicht werden: die Errichtung der Masten. Die Montage wurde vom Anlagenhersteller Doppelmayr/Garaventa in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten durchgeführt. Für die Arbeiten kam ein Super-Puma-Helikopter der Firma SAF Hélicoptères zum Einsatz, der Lasten von bis zu 2800 Kilogramm auf über 2300 Meter Höhe transportieren kann, sodass die Masten auch in schwer zugänglichen Gebieten aufgestellt werden konnten.

Die nächsten Schritte der Bauarbeiten sind das Abrollen des Kabels des zweiten Abschnitts, gefolgt von der mechanischen Montage in Station 3, dem Spleissen des Kabels und der Installation der Sessel. Nach Abschluss dieser Arbeiten folgen die technischen Tests der Anlage, bevor der zweite Abschnitt am 19. Dezember eröffnet wird.

Fortschritt der Bauarbeiten Oktober 2025

Spleissen der Kabel

Von den 20 Masten wurden bereits 17 mit Hilfe eines Superpuma installiert, ein Helikopter, der sich gut für den Transport von solch massiven Konstruktionen eignet. Die drei verbleibenden Masten werden in der Nähe der Stationen mit Kranwagen aufgestellt.

Die Spleissung des Seils wurde vorgenommen. Bei diesem Vorgang werden die beiden Seilteile durch präzises Verweben der Litzen zu einer durchgehenden Seilschleife verbunden.

Bei der Talstation sind die Nagelwand und die Verankerungen fertiggestellt. Mit der Ankunft der Fertigbauteile beginnen nun die Maurerarbeiten, sodass das Gebäude planmässig hochgezogen werden kann und im Herbst 2026 fertiggestellt sein wird.
An der Mittelstation sind die meisten Tiefbauarbeiten abgeschlossen und zurzeit werden die Plattformen betoniert. Es stehen noch einige Arbeiten für die Zugänge für die Skifahrenden an sowie Installationsarbeiten.

Bei der Bergstation konzentrieren sich die Arbeiten auf die Plattform für die Skifahrenden, um den durch die Position des Gebäudes verlorenen flachen Bereich zu ersetzen.

Fortschritt der Bauarbeiten Dezember 2025

Eröffunung der zweiten Abschnitts

Bei der Bergstation wird derzeit der geräuscharme Elektromotor mit niedriger Drehzahl angeschlossen. Für ein erholsames Skierlebnis sind ab der Saison 2025/26 im oberen Streckenabschnitt Sessel verfügbar. Langfristig wird zwischen jedem Sessel auch eine Kabine verkehren, sodass die Gäste zwischen geschlossenem Komfort und offenen Sesseln wählen können. Gleichzeitig werden die Tiefbauarbeiten und die Einrichtung der Pisten weitergeführt.

Die Eröffnung des zweiten Abschnitts der Kombibahn zwischen Les Planards und Savoleyres rückt näher: Aktuell werden die technischen Tests gemacht und kürzlich wurde auf der Anlage erfolgreich eine Rettungsübung durchgeführt.

Wenn alles nach Plan läuft, kann die Anlage noch vor Weihnachten in Betrieb genommen werden.

Partnerschaft

Piguet-Galland-Line

Mit der Piguet-Galland-Line geht Verbier 4Vallées mit der Bank Piguet Galland eine langfristige Zusammenarbeit ein, die auf gemeinsamen Werten wie Kundennähe, Exzellenz und regionaler Verankerung basiert. Diese Partnerschaft steht nicht nur für die rein finanzielle Unterstützung, sondern verkörpert auch das gemeinsame Bestreben zur Weiterentwicklung des Ferienorts, zur Verbesserung des Besuchererlebnisses und zur Stärkung der Beziehungen zwischen den lokalen Akteuren, die das Gebiet im Sommer wie im Winter mit Leben füllen.